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26.03.2026
Interview mit Volksbildungsstadträtin Heike Schmitt-Schmelz

Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf bietet ein tolles Angebot für alle an: Das „Digitalcafé“. Gerade bei Senior:innen ist dieses offene Angebot sehr beliebt. Vor Ort kann man  dort Unterstützung bei der Bedienung von technischen Geräten- wie z.B. Mobiltelefonen - bekommen oder bei der digitalen Antragstellung. Nun wird an vielen Stellen aufgrunnd der Haushaltslage gekürzt. Wir haben die zuständige Bezirksstadträtin, Heike Schmitt-Schmelz dazu befragt. Das Interview führte Frank-Axel Dietrich (FAD).



FAD
: Ist das Digitalkaffe wegen der Haushaltskürzungen in Gefahr?

Schmitt-Schmelz: Ich verstehe sehr gut, dass Sie sich Sorgen machen, denn das Digital-Café ist für viele Seniorinnen und Senioren ein wertvoller Anlaufpunkt. Lassen Sie mich Ihnen versichern: Das Digital-Café wird weiterhin stattfinden. Es wird durch die engagierte Unterstützung der Freiwilligen Agentur Charlottenburg-Wilmersdorf, dem Verein Digital-Café Berlin und der Stadtbibliothek selbst organisiert und finanziert. Das bedeutet, dass dieses Angebot nicht direkt vom Haushalt abhängig und somit nicht von den aktuellen Haushaltskürzungen betroffen ist.

FAD: Können Sie sich vorstellen, das Projekt auch an anderen Orten im Bezirk anzubieten?

Schmitt-Schmelz:  Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Das Digital-Café wird vor Ort in der Heinrich-Schulz-Bibliothek sehr gut angenommen, und wir wünschen uns, dass es auch Menschen erreicht, denen der Weg zum Rathaus nicht so einfach möglich ist. Für 2026 sind drei bis vier Sondertermine an anderen Orten im Bezirk geplant.

FAD:  Wie sieht es mit dem Digitalzebra aus. Drohen hier Einschränkungen?

Schmitt-Schmelz: Das Digital Zebra, ein kostenloser Beratungsdienst der Stadtbibliothek zu allen digitalen Fragen und ist auch nicht von Kürzungen bedroht.

Im Gegenteil haben wir geradezusätzlich zum Digitallotsen Max, der sehr beliebt ist, eine weitere Stelle für eine:n Digitallotsen:in ausgeschrieben. Das Angebot war bisher ja sehr stark frequentiert und es kam zu Wartezeiten.

Darüber hinaus gibt es das Seniorenprogramm "60plus“ welche umfassende Informationen und Angebote für ältere Menschen bereitstellt. Kürzungen sind hier nicht vorgesehen.

FAD: Was würden Sie Seniorinnen und Senioren raten, die sich für digitale Angebote interessieren, aber noch unsicher sind?

Schmitt-Schmelz: Mein Tipp ist: Einfach ausprobieren und keine Scheu haben. Das Digital-Café und das Digital Zebra bieten freundliche, geduldige Unterstützung, wo man mit seinen Fragen und Anliegen willkommen ist. Die digitale Welt bringt viele Vorteile – ob beim Kontakt mit Familie, der Nutzung von Dienstleistungen oder beim Zugang zu Informationen. Wir wollen, dass niemand abgehängt wird.

FAD: Vielen Dank für das Gespräch.


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