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27.02.2026
Sitzung der Seniorenvertretung am 23.2.26: Neues Mitglied begrüßt, Barrierefreiheit für öffentliche und wichtige Dienstleistungen verlangt! Gemeinsame Arbeitsgruppe mit dem „Arbeitskreis Senioren - aktiv!“ zur Digitalisierung eingesetzt.
von Frank-Axel Dietrich

Zu Beginn der Sitzung wurde zunächst eine Nachrückerin für die Seniorenvertretung ernannt. Angelika Michel-Drees nahm nach Aushändigung der Urkunde durch Frau Bezirksstadträtin Duda den Platz von Jutta Riemann ein, die zurückgetreten war.

Dann kam es auch schon bald schon zum Hauptthema der Sitzung. Die Initiative „Senioren Aktiv“ berichtete von Ihren Arbeiten zum Thema Digitalisierung und Senioren. Nach einer Studie des zuständigen Bundesministeriums nutzten 2025 zwar 98% der Senioren von 65-69 das Internet. Die Zahl nimmt aber ab: Zwischen 75 und 79 Jahren sinkt sie auf rund 2/3 und bei den über 80jährigen auf ca. die Hälfte. Darauf nehmen bei Digitalisierungen - so „Senioren aktiv“- weder Behörden noch private Anbieter wie z.B. Versicherungen und Banken genug Rücksicht. Z.B. Banken böten zwar manchmal Kurse für Ihre betagten Kunden zum Onlinebanking an, machten dafür aber keine Werbung und kümmerten sich nicht um jene, die bei der Umstellung auf der Strecke blieben, um das Umstellungstempo nicht verlangsamen zu müssen. Einige Banken - so ergab die Diskussion - nähmen sogar die Kündigung von Konten eher in Kauf, als Problemlösungen anzubieten.

Ähnlich unsensibles Vorgehen gäbe es aber auch bei öffentlichen Dienstleistungen und Pflichten. Immer mehr Rentner seien z.B. zu einer Steuererklärung verpflichtet, die inzwischen nur noch schwer an dem dazu entwickelten Netzprogramm ELSTER vorbei gemacht werden könne. Das sei aber auch für geübte Nutzer des Internets eine Herausforderung hieß es.

Es bedürfe der Zusammenstellung von Fakten und einer entsprechenden Öffentlichkeitsarbeit, um den Anbietern ihre Verantwortung bei Umstellungsprozessen deutlich zu machen. Die Durchführung von Kursen für die Nutzung des Inernets sei zwar begrüßenswert, aber nicht ausreichend.

Dazu wird die gemeinsame Arbeitsgruppe nun ihre Arbeit aufnehmen.

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