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Neuigkeiten
21.03.2026
Die Generation über 60 ist so vielfältig wie unsere Gesellschaft. Senior:innenvertreter Frank-Axel Dietrich sprach mit Elke R. -Gründungsmitglied der Stadtteilgruppe „Omas gegen Rechts“ in Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf.

Als Senior:innenvertretung interessiert uns natürlich besonders, warum die Oma gegen Rechts ist? War die Mutter oder Tochter noch dafür?

Elke R.: Die Überzeugung der Mutter kann eine bedeutende Rolle spielen, entweder als Zustimmung oder als Abgrenzung. Meine Mutter hat sich nie um Politik gekümmert und gesellschaftliche Entwicklungen nicht verfolgt. Sie war dann ganz überrascht und enttäuscht, dass „Hitler den Krieg verloren hat.“ Mein politisches Engagement, nicht erst im fortgeschrittenen Alter, hat sicher damit zu tun, dass ich so nicht durchs Leben gehen möchte.  Ich  sehe  es als Aufgabe, die erreichten demokratischen Errungenschaften nicht nur für uns, sondern auch für unsere Kinder und Enkelkinder zu erhalten.

Was heißt gegen Rechts?

Elke R.: „Omas gegen  Rechts“ stehen für Grund- und Menschenrechte, für die Unantastbarkeit der Menschenwürde, sowohl im Sinne des Grundgesetzes als auch im Sinne internationaler Verträge und Übereinkommen. Diese Grundwerte werden von extrem rechten Parteien zunehmend in Frage gestellt. Das rechte Denken beginnt  mit der Vorstellung, man sei die einzig wahre Stimme des Volkes. Wenn sich dieses antipluralistische Denken offen gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung und dort insbesondere gegen das Prinzip der Menschenwürde in Artikel 1 richtet, ist die Grenze zum Rechtsextremismus überschritten. Genau deshalb schaut der Verfassungsschutz bei der AfD auch so genau hin.
Dort wo in Europa extrem rechte Parteien an der Macht sind, können wir beobachten, dass politische und soziale Rechte eingeschränkt werden, Rechte von Frauen und Minderheiten abgebaut und gesellschaftliche Hierarchien, wie  z.B. Geschlechterhierarchien und soziale Hierarchien legitimiert werden. Dieser Trend zeigt sich auch in den Wahlprogrammen der AfD. 

Solchen Entwicklungen treten wir in Deutschland entgegen.

Wenn sich eine Seniorin über 60 bei Ihnen engagieren will: Reicht es gegen rechts zu sein oder wird nicht eigentlich eine linke Einstellung erwartet?

Müsste ein Enkelkind nachgewiesen werden?

Elke R.: Demokratie ist kein linkes Projekt, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe, bei der es darum geht, wie wir friedlich zusammenleben wollen und wie wir das Zusammenleben verbessern können. Die Omas (und Opas) leben den politischen Pluralismus; es sind von ganz links bis konservativ alle Einstellungen vertreten.

Unsere Stadtteilgruppen sind offen für alle Frauen (und Männer), die sich gegen Rechtsextremismus engagieren wollen. Eine Mehrheit ist tatsächlich auch biologisch Oma oder Opa, aber ein Nachweis von Enkeln ist nicht notwendig.

Sie arbeiten in der Stadtteilgruppe Charlottenburg-Wilmersdorf der „Omas gegen Rechts“. Was macht die gerade?

Elke R.: Wir arbeiten gerade verschiedene Aktionsformen aus, um im Vorfeld der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus im September 2026 Aufklärungsarbeit auf der Straße zu leisten. Dazu gehören Informationsstände und kreative Aktionen, die zum Dialog über unsere Demokratie - und warum sie verteidigt werden muss - einladen. 

  

Kontakt: stadtteilgruppe-cha-wi@omasgegenrechts.berlin

19.03.2026
Zum Tag des Gesundheitsamtes am 19.3.26: Beratungen und Hilfen in schwierigen Lebenssituationen Aufsuchende Sozialarbeit für ältere Menschen + LSBB vom 18.3.26

Der diesjährige Tag des Gesundheitsamtes am 19. März findet bundesweit unter dem Motto "Vielfalt für Gesundheit" statt. Das Gesundheitsamt in Charlottenburg-Wilmersdorf mit seiner Amtsleitung, den Fachbereichen und Einrichtungen hat Standorte im gesamten Bezirk. Es dient dem Schutz der Gesundheit der Bevölkerung. Die Beschäftigten zeichnet eine hohe berufliche Qualifikation aus. Die gesundheitliche Beratung, Betreuung und Hilfe sowie Gesundheitsschutz gehören zu den Dienstleistungen.

Die Beratungsstelle für Menschen mit Behinderungen, Krebs und chronischen Erkrankungen am Hohenzollerndamm 174 - 177, 10713 Berlin (Wilmersdorf), 030 9029 - 160 40, bfb@charlottenburg-wilmersdorf.de, mit offenen Sprechstunden Dienstag und Donnerstag von 9 bis 12 Uhr ist Teil des Gesundheitsamtes. Das Angebot ist kostenlos und bietet vertrauliche Beratungen und Hilfen in schwierigen Lebenssituationen und steht offen für Menschen im fortgeschrittenen Lebensalter.

 

Zur Arbeit der Beratungsstelle befragte Joachim Jetschmann als Mitglied der Senior:vertretung (SV) Charlottenburg-Wilmersdorf den Bezirksstadtrat Simon Hertel, zuständig für Jugend und Gesundheit.

Mit welcher Zielsetzung ist die Beratungsstelle eingerichtet worden?

Die Rechtsgrundlage für die Beratungsstelle ist das Berliner Gesundheitsdienstreformgesetz (GDG). In diesem werden die Aufgaben, Struktur und Zuständigkeiten des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) in Berlin definiert. In diesem Zusammenhang sind auch die Beratungsstellen eingerichtet worden.

Nach welchen Kriterien ist der Leistungskatalog der Beratungsstelle festgesetzt worden?

Die Kriterien für den Leistungskatalog ist eine optimale ambulante Versorgung unter Berücksichtigung der noch vorhandenen Ressourcen der Betroffenen zu gewährleisten und ihnen damit ein würdevolles Leben in der eigenen Häuslichkeit zu ermöglichen. Ziel ist eine stationäre Unterbringung zu vermeiden bzw. möglichst lange aufzuschieben.

Welches sind die fünf am stärksten in Anspruch genommen Leistungen?

Die am stärksten in Anspruch genommenen Leistungen ist die sozialrechtliche Beratung, die Versorgung in der eigenen Häuslichkeit, Unterstützung durch mildtätige Stiftungen, Beratung und Unterstützung bei der Antragstellung von Pflegeleistungen, Schwerbehindertenausweise, Rehabilitationsmaßnahmen, Grundsicherungsleistungen und Wohngeld sowie psychosoziale Gespräche insbesondere zur Krankheits- und Einsamkeitsbewältigung.

Sind Hausbesuche und die Versorgung älterer Menschen in ihren eigenen Häuslichkeiten möglich?

Aufgrund der häufig bestehenden Mobilitätseinschränkung der Klienten wird aufsuchende Sozialarbeit angeboten, so dass der Großteil der Beratungsgespräche in der eigenen Häuslichkeit stattfindet.

Wie kann Kontakt zur Beratungsstelle aufgenommen werden?

Bei Bedarf kann die offene Sprechstunde aufgesucht oder einfach Kontakt per Mail oder telefonisch aufgenommen werden.

Mit welchen Einrichtungen, Verwaltungen und Stiftungen ist die Beratungsstelle vernetzt?

Die Beratungsstelle kooperiert insbesondere mit dem Sozialamt und dem Jobcenter sowie dem Versorgungsamt, Betreuungsbehörden, Jugendamt, Teilhabefachdienste.

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Landesse
niorenbeirat tagte am 18.3.26

Auf seiner Sitzung behandelte der LSSB das Thema „Gewaltprävention im Alter“. Bei den Sitzungen sind Gäste willkommen. Folgende Institutionen stellten sich vor und den anschließenden Fragen der Anwesenden:
Koordinatorin Sichere Pflege, Beratungsstelle Pflege in Not, Projekt Netzhelden60, Veritas Beratungsstelle für Betroffene von Verschwörungserzählungen. Die Beratungsstelle für Verschwörungsrzählungen als Teilnehmerin irritierte zunächst, aber es zeigte sich ein großer Bedarf in der Praxis. Das Angebot hilft „Aussteigenden“ und beim Umgang mit Menschen aus dem Umfeld.
Bilder: Sitzung und die anwesende sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Frau Sebahat Atli MdA (im Bild mit Conny Brosda  SV-CW) 


17.03.2026
Seniorenvertretung am 16.3.26 im Bezirk zum Katastrophenschutz angehört:

 

Bei der in allen Berliner Bezirken laufenden Neuaufstellung und Überprüfung der Grundsätze des Katastrophenschutzes erfuhr die Seniorenvertretung in Charlottenburg - Wilmersdorf eine besondere Wertschätzung durch Frau Sozialstadträtin Duda. Die Seniorenvertreter und -vertreterinnen erhielten Gelegenheit zu den besonderen Belastungen älterer Menschen bei der Eissituation im letzten Winter und bei Vorkommnissen wie dem Stromausfall in Zehlendorf Stellung zu nehmen. Dabei kam heraus, dass zur Zeit im Bezirk nur Grundlagen gelegt sind, aber überall mit Hochdruck an entsprechenden Plänen  gearbeitet wird.

Wegen des bei den Zehlendorfer Ereignissen gegebenen Ausfalles von Festnetz , Mobilnetz und auch digitaler Kommunikation wurde die Forderung erarbeitet, ein Netz von regionalen Anknüpfungspunkten, wie beispielsweise Stadtteilzentren als reale Anlaufpunkte zu schaffen und dies bereits vorher breit zu kommunizieren und diese Punkte beispielsweise in geeignete Bezirkskarten aufzunehmen. 2“ Leuchttürme“, die es im Bezirk auch noch gar nicht gibt, hielten wir nicht für ausreichend.


03.03.2026
Schlagzeilen 3.3.26

 Hindernislauf zum Altenhilfestrukturgesetz über 4. parlamentarische Hürde

Die Fraktionen der CDU und der SPD und die von Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke haben haben zum 4. Mal die Altenhilfe in Berlin im Abgeordnetenhaus thematisiert. Die Regierungsfraktionen baten im Ausschuss für Gesundheit und Pflege um Besprechung des aktuellen Standes und der Perspektiven für die erfolgreiche Umsetzung des geplanten Berliner Altenhilfestrukturgesetzes. Der von den zwei Oppositionsparteien im Parlament eingebrachte Antrag über die Vorlage eines Gesetzentwurfs durch den Senat stand zur ersten Lesung im Ausschuss an. Die Initiativen sind im Rahmen einer Anhörung durch den Parlamentsausschuss gebündelt behandelt worden. Bei der Anhörung war Prof. Dr. Thomas Klie digital zugeschaltet, der zusammen mit dem Landesseniorenbeirat Berlin (LSBB) bereits im April 2023 den Entwurf des Berliner Altenhilfestrukturgesetzes vorlegte (hier herunterladen). Bei der Anhörung ist deutlich geworden, wie dringend eine gesetzliche Regelung zur Altenhilfe im Land Berlin notwendig ist und noch in dieser Legislaturperiode des Abgeordnetenhauses von Berlin bis zum Sommer 2026 verabschiedet werden muss, um die nach § 71 SGB XII vorgeschriebenen sozialrechtlichen Ansprüche und seniorenpolitischen Leitlinien des Landes Berlin erfüllen zu können. 

 

Seniorenvertretung vernetzt:

Pangeahaus nimmt Beratungsangebot in seinen Rundbrief auf!

Mit ihren externen Beratungsstunden im "Interkulturellen Zentrum -Pangea Haus",  ist die Seniorenvertretung als Vernetzungspartner jetzt auch fest im Pangea Haus in der Trautenaustr. eingebunden. Sie ist somit auch regelmässig im Newsletter des Pangea Hauses zu finden (Diesmal auf Seite 15 unten). Der Newsletter beschreibt die vielfältigen Angebote, die das Haus mit den verschieden Organisationen bietet.

Newsletter hier


E
inladung zum internationalen Frauentag:

 

"Unsere Erfahrung zählt" ist das Motto der 52. Berliner Seniorenwoche, die vom 27.6.26 bis zum 4.7.2026 stattfindet.
Aufruf der Senatsverwaltung

                                           


27.02.2026
Sitzung der Seniorenvertretung am 23.2.26: Neues Mitglied begrüßt, Barrierefreiheit für öffentliche und wichtige Dienstleistungen verlangt! Gemeinsame Arbeitsgruppe mit dem „Arbeitskreis Senioren - aktiv!“ zur Digitalisierung eingesetzt.
von Frank-Axel Dietrich

Zu Beginn der Sitzung wurde zunächst eine Nachrückerin für die Seniorenvertretung ernannt. Angelika Michel-Drees nahm nach Aushändigung der Urkunde durch Frau Bezirksstadträtin Duda den Platz von Jutta Riemann ein, die zurückgetreten war.

Angelika Michel-Drees

 


Dann kam es auch schon bald zum Hauptthema der Sitzung. Der Arbeitskreis „Senioren aktiv!“ berichtete von seinen Arbeiten zum Thema Digitalisierung und Senioren. Nach einer Studie des zuständigen Bundesministeriums nutzten 2025 zwar 98% der Senioren von 65-69 das Internet. Die Zahl nimmt aber ab: Zwischen 75 und 79 Jahren sinkt sie auf rund 2/3 und bei den über 80jährigen auf ca. die Hälfte. Darauf nehmen bei Digitalisierungen - so „Senioren aktiv!“- weder Behörden noch private Anbieter wie z.B. Versicherungen und Banken genug Rücksicht. Z.B. böten Banken zwar manchmal Kurse für Ihre betagten Kunden zum Onlinebanking an, machten dafür aber keine Werbung und kümmerten sich nicht um jene, die bei der Umstellung auf der Strecke blieben, um das Umstellungstempo nicht verlangsamen zu müssen. Einige Banken - so ergab die Diskussion - nähmen sogar die Kündigung von Konten eher in Kauf, als Problemlösungen anzubieten.

Ähnlich unsensibles Vorgehen gäbe es aber auch bei öffentlichen Dienstleistungen und Pflichten. Immer mehr Rentner seien z.B. zu einer Steuererklärung verpflichtet, die inzwischen nur noch schwer an dem dazu entwickelten Netzprogramm ELSTER vorbei gemacht werden könne. Das sei aber auch für geübte Nutzer des Internets eine Herausforderung hieß es.

Es bedürfe der Zusammenstellung von Fakten und einer entsprechenden Öffentlichkeitsarbeit, um den Anbietern ihre Verantwortung bei Umstellungsprozessen deutlich zu machen. Die Durchführung von Kursen für die Nutzung des Inernets sei zwar begrüßenswert, aber nicht ausreichend.
Dazu wird die gemeinsame Arbeitsgruppe nun ihre Arbeit aufnehmen.

Foto FAD





27.02.2026
Märztermine 26 unserer Gremien (SV,LSV,LSB)

 2. März 

Anhörung zur Altenhilfe

Im Ausschuss für Gesundheit und Pflege des Abgeordnetenhauses findet am 2. März von 9:30 bis 12:30 Uhr, Raum 331, eine Expertenanhörung zum beabsichtigten Berliner Altenhilfestrukturgesetz und zur Verbesserung der Lebensqualität für Menschen mit Demenz und ihre An- und Zugehörigen statt. Die Sitzung des Ausschusses ist öffentlich. Interessenten können sich zur Teilnahme als Zuhörerinnen und Zuhörer unter dem

Link https://www.parlament-berlin.de/termine/ticket-reservation/5154 

anmelden.

18. März

Gewalt in der Pflege

In der März-Sitzung des Landesseniorenbeirats Berlin (LSBB) werden mehrere Vertreterinnen und Vertreter von Organisatioren, die sich mit den Problemen der Pflegebedürftigen auseinandersetzen, zur 'Gewalt in der Pflege' referieren. Die Tagung des LSBB findet im Stadtteilzentrum Käte-Tresenreuter-Haus in der Humboldstraße 12 in Halensee am 18. März ab 10 Uhr öffentlich statt. Bitte beim LSBB anmelden 

https://ü60.berlin/Kontakt_p_32.html. 

23. März

Die nächste Monatssitzung der Seniorenvertretung ist wieder öffentlich für alle interessierten älteren Menschen zugänglich. Sie findet im Rathaus in der Otto-Suhr-Allee 100 statt. Bürgerinnen und Bürger, die eine Teilnahme planen, werden gebeten, sich vorab über die Sitzungsthemen zu informieren, und zwar bei: 

Vorstand:
Telefon: 030 902912368
E-Mail: seniorenvertretung.cw@gmx.de

Homepage:
Telefon: 030 8831899
E-Mail: senioren@vertretung-cw.de.


20.02.2026
Geschult und gut begleitet:
Ehrenamtliche für Besuchsdienst in Charlottenburg-Wilmersdorf gesucht


Seit Oktober 2024 bietet die Evangelische Kirche in Charlottenburg-Wilmersdorf einen Besuchsdienst an. Geschulte Ehrenamtliche leisten Menschen Gesellschaft, die durch Beeinträchtigungen in ihrer Mobilität eingeschränkt sind oder sich öfter einsam fühlen. In einer Grundlagenschulung bereiten sich die Engagierten auf ihre Besuche vor. Geschult und begleitet werden sie dabei   von der Beauftragten für Engagement und Ehrenamt, Ulrike Reuter und 
Pfarrerin Marita Lersner. Die nächsten Schulungen finden am 28./29.04.2026 und 02./03.10.2026 statt. Interessierte Ehrenamtliche und Menschen, die gerne besucht werden möchten, können sich per E-Mail melden: besuchsdienst@cw-evangelisch.de oder telefonisch unter 0151 70 69 09 20.

Laut dem „Einsamkeitsbarometer 2024“ des Bundesfamilienministeriums gaben 28 Prozent der Menschen in Deutschland im ersten Pandemiejahr 2020 an, sich einsam zu fühlen. Auch wenn die Zahlen im Anschluss gesunken sind, fühlten sich 2021 noch immer etwa 11 Prozent einsam. Besonders betroffen sind unter anderem Personen, die allein leben, eine Beeinträchtigung haben, intensive Care-Arbeit leisten – wie z.B. Angehörige pflegen – oder in prekären Verhältnissen leben. Die Ergebnisse des Berichts zeigen, dass sich anhaltende Einsamkeit negativ auf die Gesundheit auswirkt.

Gemeinsam Zeit verbringen: Der kostenfreie Besuchsdienst der Evangelischen Kirche leistet Menschen in der Nachbarschaft Gesellschaft – mit Gesprächen, bei regelmäßigen Spaziergängen oder beim Kaffeetrinken. Die Besuche können in der Wohnung der Besuchten, einer Senioreneinrichtung oder auch im Krankenhaus stattfinden. Wer sich im Besuchsdienst engagieren oder ihn in Anspruch nehmen möchte, muss nicht Mitglied der Kirche sein.

Gesprächsführung und Seelsorge: Ehrenamtliche werden intensiv geschult

Um Interessierte auf das Ehrenamt vorzubereiten, bietet die Evangelische Kirche in Charlottenburg-Wilmersdorf regelmäßige kostenfreie Schulungen an. Die Grundlagenschulung beinhaltet Themen wie Gesprächsführung, Seelsorge sowie rechtliche Rahmenbedingungen, aber auch Selbstfürsorge und das Thema Grenzwahrung stehen auf dem Programm. Die Engagierten treffen sich regelmäßig zum Austausch und zu Fortbildungen. Für Einzelgespräche stehen die Beauftragte für Engagement und Ehrenamt und Pfarrerin Marita Lersner bei Bedarf zur Verfügung.

Gut begleitet seit 2024: Was sagen Ehrenamtliche und Besuchte?

„Ich wollte etwas Sinnvolles tun. Es ist schön, wenn sich die Besuchte auf mich freut. Wir unterhalten uns viel, sie erzählt mir, was sie früher gemacht“, berichtet Anja von ihren Besuchen. Auch Karin geht gern regelmäßig zu Frau Kaufmann: „Meine Großmutter ist vor einer Weile gestorben und ich wollte Kontakt zur älteren Generation behalten. Das hat mir nach ihrem Tod gefehlt. Jetzt habe ich wieder Kontakt zu einer älteren Frau.“ „Seit meinem Schlaganfall brauche ich einen Rollator. Am Anfang habe ich mich damit nicht alleine rausgetraut. Mit Ana-Maria konnte ich jede Woche die Wohnung verlassen und immer weiter gehen. Das hat mir sehr geholfen und wir reden viel bei den Spaziergängen. Ich bin wieder viel aktiver geworden“, sagt Frau Schliep, die seit einem Jahr von einer Ehrenamtlichen besucht wird.

Kontakt für Schulung und Besuchsdienst:

Ulrike Reuter, Beauftragte für Ehrenamt und Engagement in der Evangelischen Kirche in Charlottenburg-Wilmersdorf. Telefon: 0151 70 69 09 20, E-Mail: ehrenamt@cw-evangelisch.de

B
ild: Ulrike Reuter


16.02.2026
Die Seniorenmitwirkung soll moderat verändert werden!

 Die SPD-FRAKTION im Abgeordnetenhaus hat Ende Januar auf ihrer Klausurtagung in Rostock den Entwurf zur Änderung des Seniorenmitwirkungsgesetzes und des Bezirksverwaltungsgesetzes beschlossen. Der Gesetzentwurf kann hier heruntergeladen werden.

Der derzeitige Gesetzentwurf beinhaltet die Möglichkeit, dass die Mitglieder der Seniorenvertretung in den vertraulichen Sitzungsteilen der BVV-Ausschüsse teilnehmen können, dafür aber auch zur Verschwiegenheit verpflichtet und bei Verstößen bestraft werden können. Auf Berliner Ebene wurden Landesseniorenvertretung und Landesseniorenbeirat zum Landesseniorenrat zusammengelegt. Der oder die Vorsitzende der bezirklichen Seniorenvertretung gehört zukünftig nicht mehr automatisch dem Landesseniorenrat an, sondern es kann ein anderes Mitglied der Vertretung auf die Berliner Ebene gewählt werden.

Offen ist derzeit, ob und wann das parlamentarische Gesetzgebungsverfahren beginnt und die Seniorenorganisationen, die Landesseniorenmitwirkungsgremien sowie die bezirklichen Seniorenvertretungen in das  Verfahren einbezogen werden. Berlins Seniorenvertreterinnen und Seniorenvertreter sind zur Diskussion aufgerufen, sich für erweiterte Beteiligungsmöglichkeiten einzusetzen.


13.02.2026
Senior aus Charlottenburg-Wilmersdorf im Unruhestand: Rainer E. Klemke mit dem »Obermayer Award« geehrt
von Frank Jahnke

 RAINER E. KLEMKE wurde 1948 während der Berliner Luftbrücke geboren. Er wuchs in einer Stadt auf, deren Teilung bereits begonnen hatte und die von den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs gezeichnet war. Hieraus resultierte sein frühes Interesse für historische Zusammenhänge. KLEMKE setzte es sich zur Aufgabe, Geschichte zu verstehen, zu verorten und zu vermitteln, vor allem die nationalsozialistische Vergangenheit, deren Spuren seine Heimatstadt Berlin so nachhaltig prägten, und es ging ihm darum, den Opfern von Krieg, Gewaltherrschaft und Holocaust eine Stimme zu geben.

Über Jahrzehnte war RAINER E. KLEMKE in der Senatskulturverwaltung für Archive, Museen, Gedenkstätten und Zeitgeschichte zuständig. Er begleitete den Bau des Dokumentationszentrums »Topographie des Terrors« und des Holocaust-Denkmals ebenso wie die Schaffung von Erinnerungsorten nach der Wiedervereinigung Berlins an die Zeit der Teilung – von der »East Side Gallery« bis zur Mauergedenkstätte an der Bernauer Straße – sowie Orten des Erinnerns an das SED-Unrecht.

Mit dem Projekt »Zerstörte Vielfalt«, das sich den Geschehnissen vom Machtantritt des Nazis 1933 bis zur Pogromnacht 1938 aus den ver-schiedensten Perspektiven widmete, verabschiedete sich RAINER KLEMKE 2013 in den Ruhestand – doch Ruhe gab er nicht. Nach wie vor bestens vernetzt in der Erinnerungskultur, betätigte er sich weiter bei verschiedenen Projekten, beteiligte sich am erinnerungspolitischen Diskurs und gab sein Wissen bei Vorträgen und Führungen weiter.

Sein Meisterstück wurde die »berlinHistory-App«, eine offene digitale Plattform, die über verschiedenste Themen der Geschichte Berlins nicht nur informiert, sondern sie vor Ort erfahrbar macht. Die App ging 2019 online und erfuhr seither ein gewaltiges Wachstum an Archivmaterial, Karten, Bild- und Tondokumenten sowie die ständige Erweiterung der »Points of Interest" (POI) und thematischer Rundgänge.

Für sein Engagement hatte RAINER E. KLEMKE bereits vor einigen Jahren das Bundesverdienstkreuz erhalten – nun wurde ihm eine weitere hohe Ehrung zuteil: Der Obermayer German Jewish History Award, kurz »Obermayer Award«.

Mit diesem Preis ehrt die Stiftung »Widen the Circle, Obermayer Foundation« aus Massachusetts nichtjüdische Deutsche, die sich besonders mit dem jüdischen Leben in ihren Gemeinden beschäftigen, an den Holocaust erinnern und Antisemitismus bekämpfen. In der Begründung der Verleihung an RAINER KLEMKE wurden sowohl sein Einsatz für das Holocaust-Denkmal, für das Jüdische Museum, wo die Preisverleihung auch stattfand, und andere Museen und Gedenkstätten als auch die »berlinHistoryApp« benannt, in der das jüdische Le-ben in Berlin ebenfalls ein wichtiger Bestandteil ist: https://widenthecircle.org/de/profiles/rainer-klemke.













Foto Frank Jahnke

Herzlichen Glückwunsch an RAINER KLEMKE für die Auszeichnung und weiterhin viel Erfolg bei seinem erinnerungspolitischen Engagement für Berlin!





08.02.2026
Schlagzeilen und Hinweise

Lebensnahe Orte der Begegnung für ältere Menschen schaffen

von Joachim Jetschmann

Die Mitwirkungsgremien der älteren Menschen ab dem 60. Lebensjahr (LSV und LSB) haben gemeinsam mit dem Senat von Berlin die Ziele der Seniorenpolitik in vier Leitlinien zusammengefasst. Danach sollen alle älteren Menschen dazu befähigt werden, ein eigenverantwortliches Leben in der Gemeinschaft zu führen und die Bedingungen für eine umfassende Teilhabe geschaffen werden. Die Leitlinien der Berliner Seniorenpolitik sind auf der Website 
Leitlinien der Berliner Seniorenpolitik - Berlin.de 
zusammen mit dem dazugehörigem Maßnahmenkatalog nachzulesen.

Aktuell ist der Maßnahmenkatalog zu den Leitlinien der Berliner Seniorenpolitik einem Monitoring von der Berliner Verwaltung unterzogen worden. Die Ergebnisse des Monitorings liegen dem Landesseniorenbeirat Berlin (LSBB) und der Landesseniorenseniorenvertretung (LSV) zur Stellungnahme vor. Bis Mitte Februar 2026 besteht die Möglichkeit auch für Hinweise der Bürgerinnen und Bürger zu den mit dem Senat in den Jahren 2023/2024 verabredeten Maßnahmen. Während der gerade stattgefundenen Bezirksseniorenversammlung in Charlottenburg-Wilmersdorf befassten sich die Hälfte der Fragen an das Bezirksamt mit konkreten Maßnahmen zu den seniorenpolitischen Leitlinien.  

Besondere Aufmerksamkeit fand die Absicht, bis zum 31. Dezember 2026 in den elf Bezirksregionen des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf mindestens eine hauptamtlich betriebene Begegnungsstätte, ein Stadtteilzentrum, einen sozialen Treffpunkt mit Angeboten für ältere Menschen zu schaffen.

 

Anregungen zu den bestehenden und noch einzurichtenden Begegnungsstätten werden von Seniorinnen und Senioren in Charlottenburg-Wilmersdorf dringend erbeten und sind an die Seniorenvertretung unter seniorenvertretung.cw@gmx.de oder an die Postanschrift "Seniorenvertretung Charlottenburg-Wilmersdorf, Rathaus, Raum 19 Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin, zu richten. 
Bei Bedarf für Rücksprachen kann mit dem Seniorenvertreter Joachim Jetschmann (030 91 49 39 88) oder dem Arbeitskreis Senioren-Aktiv im Seniorenclub Herthastraße Kontakt aufgenommen werden.


Ausnahmsweise soll Salzstreuung auf Bürgersteigen im Winter zulässig sein

Die Fraktionen von CDU und SPD im Abgeordnetenhaus von Berlin haben sich darauf verständigt, im Rahmen des Straßenreinigungsgesetzes zeitlich begrenzt und ausnahmsweise  den Einsatz von Auftaumitteln wie Salz im Winter zuzulassen, wenn „die öffentlichen Belange die Abweichung erfordern oder wenn die Durchführung der Vorschriften im Einzelfall zu einer offenbar nicht beabsichtigten Härte führen würde, die Abweichung mit öffentlichen Interessen vereinbar ist und keine wesentliche Beeinträchtigung der Belange Beteiligter mit sich bringt.“ Das Gesetz soll durch einen entsprechenden § 10a ergänzt werden.

Bislang begrenzte der § 3 Abs. 8 Straßenreinigungsgesetz den Einsatz von Auftaumitteln wie Salz auf die wichtigsten und ausnahmsweise auf nachrangige Straßen. Auf Bürgersteigen und sonstigen Verkehrsflächen war der Einsatz von Auftaumitteln wie Salz bisher verboten.

Bleibt zu hoffen, dass sich dann Verhältnisse wie in diesem Winter nicht wiederholen.

 

Was sind die größten Herausforderungen für das Älterwerden in den nächsten 20 Jahren?

Welche Themen sind vor allem älteren Menschen, aber auch anderen Altersgruppen, mit Blick auf eine Gesellschaft für alle Lebensalter besonders wichtig? Wo besteht politischer Handlungsbedarf? Wichtige Themen und Handlungsfelder rund um das Älterwerden in Deutschland wurden identifiziert. Dazu hat die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) einen Bericht erstellt, den man im Netz einsehen bzw. herunterladen kann.

https://www.bagso.de/fileadmin/user_upload/bagso/06_Veroeffentlichungen/2026/Bericht_AElterwerden_in_Deutschland.pdf

 

20.2.2026 Mit dem Bürgerkoffer unterwegs in der Bundesallee

Im Pflegestützpunkt Wilmersdorf, Bundesallee 50, 10715 Berlin werden am Freitag, den 20.2.2026  von 9-12 Uhr  folgende Dienstleistungen angeboten:

Personalausweis/ Reisepass

Kosten(37,00 € / 70,00 € ):

Nötig: Personalausweis, Reisepass, vorläufiger Ausweis

Vorläufiger Personalausweis

Kosten(10,00 €):

Nötig: Personalausweis, Reisepass, vorläufiger Ausweis

Ummeldung (kostenfrei):

Nötig: Personalausweis, Reisepass, vorläufiger Ausweis, ausländischer Pass

oder Unionsbürgerkarte (eID-Karte) sowie Wohnungsgeberbestätigung (im Original vom

Wohnungsgeber ausgefüllt und unterschrieben)

Meldebescheinigung

Kosten: (10,00 €), Bei Sozialleistungsempfänger (Bürgergeld, Grundsicherung,

Sozial Hilfe) kostenfrei; Nachweis, z.B. Leistungsbescheid

Nötig: Personalausweis, Reisepass, vorläufiger Ausweis, ausländischer Pass

oder Unionsbürgerkarte (eID-Karte), bei Sozialleistungsempfänger:

Lebensbescheinigung (kostenfrei):

Nötig: Personalausweis, Reisepass, vorläufiger Ausweis,

ausländischer Pass oder Unionsbürgerkarte (eID-Karte)

Führungszeugnis (13,00 €): Personalausweis, Reisepass, vorläufiger Ausweis, ausländischer ausländischer Pass oder Unionsbürgerkarte (eID-Karte)

Wichtige Hinweise:

digitales Foto kann vor Ort zur sofortigen Verwendung erstellt werden - Persönliche Vorsprache ist unabdingbar - die Abholung der Dokumente erfolgt im Anschluss im Bürgeramt Fehrbelliner Platz, dies ist auch mit Vollmacht möglich - nur Zahlung mit EC- Card (mit PIN) oder Debitkarten



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